Die Stadtverwaltung hat dem am Mittwoch tagenden Ausschuss für Finanzen, Personal und Wirtschaft Leistungskürzungen für den öffentlichen Personennahverkehr vorgeschlagen.
Zur Diskussion steht die Reduzierung des Angebots an Ferientagen, die Halbierung des Angebotes an Samstagen und am Sonntagvormittag sowie Streichungen beim AST-Verkehr.
„ Die KVG rechnet selbst damit, dass Menschen, die sich für die Benutzung von Bussen entschieden hatten, wieder dauerhaft auf ein eigenes Fahrzeug zurückgreifen und damit als Kunden für die KVG – und die Umwelt – verloren gehen. Gerade jetzt, wo die Südumgehung in weite Ferne gerückt ist, sollten wir den ÖPNV ausbauen und attraktiver machen.“ sagt Fraktionsvorsitzender Lars Reineke. Die Linke wird die vorgeschlagenen Kürzungen ablehnen. „Durch die Kürzungen beim AST-Verkehr würde zum Beispiel nach einem Kinobesuch abends die teure Rückfahrt mit einem Taxi erforderlich. Außerdem betreffen die Vorschläge insbesondere soziale Brennpunkte sowie Stadtbereiche mit Familien und Jugendlichen während der einkaufs- und freizeitrelevanten Zeiten“ ergänzt Ratsherr Peter Kurbjuweit.

Die Notwendigkeit der Kürzungen bei gerade erfolgten Preiserhöhungen wird nicht deutlich. Im Vergleich mit anderen Städten zwischen 50.000 und 100000 Einwohnern befindet sich Hameln laut KVG mit seinem ÖPNV-Zuschuss pro Einwohner unterhalb des Durchschnittes.

Landrat Bartels hat heute den Versuch der Fusion der Verkehrsverbände im Landkreis zum Jahreswechsel angekündigt. Davon verspricht er sich Kosteneinsparungen.
„ Bevor wir hier einen Schnellschuss machen, sollten wir die Fusion der Verkehrsverbände abwarten und danach nach besseren Alternativen suchen.“ schlägt deshalb Peter Kurbjuweit vor.

Mit freundlichen Grüßen

Lars Reineke Peter Kurbjuweit

PM Kürzungen im öffentlichen Nahverkehr – Schritt in die falsche Richtung !

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.