Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Hameln hat am Montag, dem 04.04.2016, einen Antrag zur Förderung des Radverkehrs an der Ausfahrt des Kopmanshofes eingebracht.

Antrag, zugehörige Anlagen (PDF)

Die dortige Fahrradaufstellfläche lässt sich von Radfahrern nicht erreichen, ebensowenig der weiterführende Fahrradweg Richtung Münsterwall.

„Der Grund dafür ist unseres Erachtens schlichte Fehlplanung seitens der Stadtplaner,“ so Lars Reineke, Fraktionsvorsitzender. „Bei der Umgestaltung des Ampelbereiches wurde wieder einmal peinlich genau darauf geachtet, den Autofahrern bloß nichts an einmal eingerichteter Fläche wegzunehmen.“

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Kein Durchkommen für Fahrräder

Der ansonsten einspurige Kopmanshof wird an der Ampel zweispurig herausgeführt, so dass rechtsabbiegende Fahrzeuge immer wieder den Radfahrern den Weg versperren und diese zwischen den dort eingerichteten Metallpfosten hindurch auf den Bürgersteig gedrängt werden. Die Fraktion DIE LINKE fordert daher, dass der Kfz-Verkehr dort zukünftig einspurig herausgeführt und der Fahrradweg um mehrere Meter nach vorne verlängert wird.

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Zweispurige Ausfahrt – dafür ist viel zu wenig Platz

„Wir sind der Ansicht, dass die Jahrzehnte, in denen dem Autoverkehr alles recht gemacht wurde, endlich vorbei sein müssen. Ampelphasen, Parkplätze, Fahrbahnen, alles wurde auf das Auto ausgerichtet. Wer aber mehr Gleichberechtigung unter den Verkehrsmitteln will, muss dann auch den Mut haben, den Radfahrern und Fußgängern wieder mehr Platz einzuräumen,“ fährt Reineke fort.

Sein Kollege Peter Kurbjuweit ergänzt: „Gerade vor dem Hintergrund der in die Ferne rückenden Südumgehung müssen wir dringend die Diskussion führen, wie wir zukünftig den motorisierten Verkehr nicht nur durch oder an Hameln vorbei leiten, sondern vor allem im Innenstadtbereich erstmal vermeiden. Schließlich hat sich Hameln um den Landespreis ‚Fahrradfreundliche Kommune‘ bemüht und ist Mitglied im Europäischen Klimabündnis.“

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Klare Verkehrsführung – genug Platz für alle

Reineke dazu: „Bereits jetzt treffen immer mehr Menschen die vernünftige Entscheidung, zum Beispiel samstagmittags ihr Auto stehen zu lassen und lieber mit dem Fahrrad oder mit dem Bus in die Innenstadt oder zum Wochenmarkt zu fahren. Wer Nachhaltigkeit und Klimaschutz will, muss entsprechende Verkehrsmittel vor allem im Alltag stärker fördern.“

Fraktion DIE LINKE fordert mehr Gleichberechtigung für Verkehrsmittel am Kopmanshof

Ein Gedanke zu „Fraktion DIE LINKE fordert mehr Gleichberechtigung für Verkehrsmittel am Kopmanshof

  • Auch der Radweg vom Ostertorwall aus kommend ist an dieser Stelle zeitweise nicht zu befahren und Radler müssen auf die Straße, in den Gegenverkehr ausweichen. Die Betreiber und Gäste des direkt angrenzenden Lokals in der Bäckerstr. 29 lassen es sich trotz Hinweis nicht nehmen auf dem Fuß- und Radweg zu parken. Die Ecke ist wirklich schlecht.

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